Der jüngst ernannte Archivar Gratz stand noch einen Moment am Waldrand und betrachtete die Karte, die man ihm ausgehändigt hatte. Die Linien waren schwach gezeichnet, Wege kaum verzeichnet, und manch ein Flusslauf schien eher willkürlich auf dem Papier zu liegen. Er seufzte. Schon nach wenigen Stunden wurde ihm klar, dass die Reise länger dauern würde als gedacht. Die Sonne stieg hoch, dann sank langsam, und die Schatten der Bäume wurden länger, während er Schritt für Schritt tiefer in das ihm unbekannte Land vordrang.
Die Landschaft war still, nur das entfernte Rauschen des Flusses begleitete ihn. Pfade verzweigten sich, überquerten kleine Bäche und führten durch dichte Büsche. Immer wieder musste er innehalten, prüfen, ob er dem richtigen Weg folgte – doch die Karte war ungenau, die Richtung oft schwer einzuschätzen. Stunden verstrichen, und die Beine wurden schwer.
Er bemerkte, wie die Lichtkegel der Dämmerung den Horizont färbten, als er schließlich die ersten Anzeichen des Dorfes Hutz erblickte. Eine Holzpalisade spannte sich vor ihm, dunkel und hoch, wie ein schweigendes Bollwerk gegen die Welt draußen. Er hatte es nicht früher geschafft, doch nun stand er vor dem Tor, die letzten Schritte waren von der Müdigkeit schwer, aber auch von einer gewissen Erwartung getragen.
Drei Wachen standen am Tor, ihre Hellebarden in den Händen, die Rüstungen leicht vom letzten Sonnenlicht glänzend. Sie bewegten sich kaum, doch ihre Blicke verfolgten jede Bewegung. Herr Gratz straffte die Schultern, atmete tief ein und näherte sich ihnen. Die Dämmerung umhüllte alles, und jeder Schritt auf dem knirschenden Kies wirkte lauter, als er es je erwartet hätte.
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